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Kleine Videos ganz groß

3.) VirtualDub - die kleine kostenlose Zauberkiste

Es ist immer wieder schön zu sehen, wie viel gute Software kostenlos im Internet zu finden ist. Zu dieser Sparte zählt auch das Freeware-Tool VirtualDub. Es gehört in den Bereich Videobearbeitung und hat einige Raffinessen zu bieten. Im Folgenden werden einige Funktionen beschrieben die auch bei den kleinen Videofilmen der Digitalkameras sinnvoll einzusetzen sind.

 

Rotation eines Videos

Nimmt man mit der IXUS V/300 ein Video im Hochformat auf, dann wird es leider verdreht auf dem PC ausgegeben, da die Kamera keinen Neigungssensor besitzt. Auch die in der Kamera integrierte Option zu Drehen versagt, oder besser wird mit der Meldung "Rotieren unmöglich" quittiert. Mit VitualDub ist eine Drehung ohne Probleme möglich.

- Sobald das Videofile von der Compact Flash Karte auf der Festplatte vorliegt können sie es in VirtualDub laden. Über "File" - "Open video file..." öffnen sie das zu drehende Video.
- Über den Menüpunkt "Video" - "Filters" - "Add..." wählt man den entsprechenden Filter. Um das Video um 90° zu drehen empfiehlt sich der Filter "Rotate".
- Nach der Auswahl des gewünschten Filters klickt man auf OK. Im folgenden Fenster gibt man nun die Drehrichtung sowie den Drehwinkel an. Danach muss noch zweimal auf OK geklickt werden und die Einstellung wird in die Liste der anzuwendenden Filter übernommen.
- Vor dem Speichern sollte man noch zwei Einstellungen überprüfen. Als erstes sollte unter "Audio" der Menüpunkt "Direct stream copy" aktiviert sein, das garantiert die Übernahme der Tonspur ohne erneute Kompression. Zweitens sollte man unter dem Menüpunkt "Video" - "Compression..." einen Codec für die Komprimierung wählen, da sonst das File extrem groß wird. Möchte man allerdings nach der Bearbeitung mit VirtualDub das Video in MPEG-1 wandeln (z.B. mit dem TMPEGEnc) empfiehlt es sich unter "Compression..." die Option "Uncompressed RGB" zu wählen. Damit verhindert man die Verschlechterung des Materials durch eine erneute Kompression. Das ziemlich große File wird dann sowieso durch eine Komprimierung in MPEG-1 drastisch verkleinert.
- Sobald man unter "File" auf "Save as AVI..." klickt und das Video speichert werden die ausgewählten Filter angewendet. Den Effekt sieht man dann im neu entstandenen AVI-File.

In VirtualDub sind weitere Filter integriert, die ähnlich dem obigen Weg anzuwenden sind. Zum Beispiel ein Filter zum "Schärfen" oder "Weichzeichnen", ein Filter um "Helligkeit/Kontrast" zu regulieren und einiges mehr. Wer mit den gebotenen Filtern nicht auskommt findet im Internet eine große Anzahl von zusätzlich zu installierenden Filtern. Eine Suchmaschine hilft hier schnell weiter.

 

Videoschnitt

Auch in diesem Bereich hilft VirtualDub weiter. Nach dem Drehen eines Videos hat man meistens auch Szenen erwischt, die eigentlich nicht gewünscht waren. Ein einfaches wegschneiden ist die simpelste Methode.

- Wie oben bereits beschrieben lädt man das zu schneidende Video in VirtualDub.
-

Mit denen am unteren Rand von VirtualDub zu sehenden Buttons kann man sich im Video von Frame zu Frame klicken.

 

- Hat man den Anfang der zu entfernenden Stelle erreicht, klickt man auf den linken der beiden Markierungsbuttons. Mit den Navigationsbuttons geht man zum Ende der überflüssigen Szene und klickt auf den rechten Markierungsbutton. Jetzt wird die zu entfernende Stelle durch einen blauen Balken in der Zeitleiste markiert. Ein Tastendruck auf die Taste "Entf" des Keyboards löscht den ausgewählten Bereich. Sind noch andere Bereich überflüssig wiederholt man einfach die genannten Schritte.
- Ist der Videoschnitt die einzige durchgeführte Arbeit an der Videosequenz empfiehlt sich zusätzlich zu der oben genannten Einstellung im Bereich Audio die vergleichbare Einstellung im Bereich Video ("Direct stream copy"). Da keine Filter angewendet wurden kann eine Neukomprimierung und eine Qualitätsverschlechterung dadurch umgangen werden.

 

Für kleinere Aufgaben, wie die oben beschriebenen, ist VirtualDub beinahe unschlagbar. Möchte man allerdings eine Neuvertonung sowie verschiedene Übergänge zwischen Szenen erzeugen, empfiehlt es sich zu einem anderen Tool wie z.B. Ulead VideoStudio, Adobe Premiere, Aist MovieXone oder dem bei Canon Kameras mitgeliefertem Arcsoft Videoimpression zu greifen.

 

Kapitel 4:  Zeitrafferaufnahmen  Ein kleines Projekt mit Arcsoft Videoimpression

 

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Hintergrund-
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