Die IXUS-V2 im Unterwassergehäuse taucht ab...

Mit der IXUS und dem CANON-Unterwassergehäuse ist man gut gerüstet für Schnorcheleinsätze, sowie tiefer gelegene Einsatzorte.

Herzlichen Dank an Jens-Peter Steinert für den folgenden Artikel.

 

1.) Überblick

Wenn man sie bloß festhalten könnte, die faszinierenden Bilder unter Wasser! Nun - mit der IXUS kein Problem mehr. Vor 5 Jahren war ich schon einmal im roten Meer Schnorcheln. Mit der Canon AS-1, die bis ca. 10 Meter wasserdicht ist. Damals war Digitale Unterwasser-Fotografie noch nicht so ein Thema, wie heute. Die Bilder konnte ich erst zu Hause begutachten und meine Entäuschung war groß. Unscharfe Bilder, flaue Farben. Von 4 Filmen eine Ausbeute von knapp 15 brauchbaren Bildern. Beim nächsten Mal sollte es besser werden. Ca. 6 Wochen vor Urlaubsantritt ging es dann los. Mache ich Überhaupt Fotos Unterwasser? Welche Kamera? Mehrere Kollegen äußerten sich begeistert von der IXUS V2. Im Internet fand ich dann die coole Seite http://www.ixus-world.de, die mir sehr bei meiner Entscheidung half. Meine Wahl fiel mir nicht schwer. Die IXUS V2 war ideal. Größe und Handhabung, sowie Qualität der Bilder waren ausschlaggebend. Dabei stellte ich mir immer wieder die Frage: Was willst Du? Din A4 Poster/Plakate oder "nur" gute Fotos bis 13x18 cm? Testaufnahmen und Belichtungen auf Fotopapier gaben mir Recht. OK, die Kamerawahl war für meine Bedürfnisse perfekt. Wie jetzt gute Unterwasserbilder machen? Gar nicht so leicht. Forschungen im Internet brachten nicht viele Ergebnisse zu diesem Thema. Mehrere Alternativen:

Entweder Aquamarine-Pack oder Canon-Gehäuse. Ein paar Unterwasser-Fotos von Mick http://www.x-us.de und eine eMail an ihn mit spontaner Antwort gaben dann den Ausschlag. Bitterer Beigeschmack: der Preis von ca.230 Euro. Glücklicher Weise fand ich im Internet ein Angebot von 205 Euro. Das Abflugsdatum rückte immer näher, also her mit dem Gehäuse. Lieferung erfolgte prompt nach 3 Tagen per Nachnahme. Am Wochenende bin ich dann kurz in den eiskalten See gesprungen und habe das Gehäuse getestet.


Für eine größere Ansicht bitte das Bild anklicken

Alles verlief super, meine Erwartungen und Vorfreude waren groß. Eine 128 MB Karte sollte reichen. Das sind bei höchster Auflösung und mittlerer Kompression ca. 250 Bilder. Einen wirklich sichtbaren Unterschied zwischen der mittleren und größten Komprimierung konnte ich nicht feststellen, so dass ich zum Schluss mit höherer Komprimierung fotografierte. Der erste Schnorchelgang erfolgte ohne Kamera, um erstmal einen groben Überblick zu erhalten. Das war ein Fehler, denn viele Motive sollte ich das erste und letzte Mal sehen! Also, immer die Kamera dabei haben, man weiß nie! Die Farb- und Formenvielfalt der Unterwasserwelt im Roten Meer ist sehr beeindruckend und teilweise märchenhaft. Ich bin nur geschnorchelt und habe alle Fotos ohne Tauchgerät gemacht. Man fühlt sich freier und beweglicher. Ohne große technische Gerätschaften und Regeln. Sicherlich kann man die tiefer gelegenen Welten nicht genießen, doch dazu benötigte man auch zusätzliches Licht usw. Das Gehäuse von Canon ist bis 30 Meter Tiefe zugelassen. Vielleicht macht jemand ja mal einen Tauchgang mit der UNTERWASSER-IXUS in diese Tiefen und berichtet davon.

Die unterschiedlichen Wasserqualitäten sind ausschlaggebend für die Qualität der Fotos. Das Wasser war jeden Tag anders. Ursachen sind Wind, Stärke des Bootverkehrs, Wassertemperatur und Stärke der Wellen. Oft wimmelt es von Partikeln und Schwebeteilchen, so dass es Probleme bei Blitzlicht-Aufmahmen gibt. Früh um 6.30 Uhr habe ich viele schöne Fotos gemacht. Manche nachtaktive Fische sind da noch "unterwegs" und ziehen sich erst in die Löcher und Höhlen des Riffs zurück, wenn die Touries gegen 8.00 Uhr an den Strand strömen. Außerdem hat man das Riff fast für sich und kann in Ruhe fotografieren, ohne noch eine Flosse oder ein Körperteil anderer Schnorchler zu sehen.

Viele Fotos sind im Nationalpark "Ras Mohammed" gemacht, ungefähr eine Bootsstunde von Sharm El Sheikh entfernt. Bei diesem Tagesausflug werden 3 Schnorchel-Trips in verschiedene Gebiete gemacht. Der Unterschied zum Hausriff am Hotelstrand ist natürlich groß. Um an andere Riffe zu kommen, sind wir fast eine Stunde an der Küste entlang geschwommen. Aber bei dem warmen Wasser ( ca.26 - 28 °C ) und kleinen Pausen durchaus machbar. Immer neue Welten erschließen sich dann und man hat die Qual der Wahl.

Beim Fotografieren unter Wasser benutzt man das Display als Sucher. Man vermeidet Paralaxenfehler und außerdem ist es bei dem Gehäuse auch gar nicht anders möglich. Dadurch hatte ich ständig Angst, dass der Akku beim besten Motiv den Geist aufgab. Aber ich habe ihn vor dem Tauchgang immer voll geladen und er dankte es mir. Bei der Motivsuche bleibt die Kamera aus und wird erst eingeschaltet zum Fotografieren. Das spart Energie.

Ein Problem Unterwasser ist, dass manche Fische schnell erscheinen und bevor man schußbereit ist, schon längst in der nächsten Riffspalte verschwunden sind. Der Rotfeuerfisch hatte immer die unschöne Eigenschaft, mir sein Hinterteil zu zeigen, als ich den Auslöser betätigte. So waren dann mal eben 10 Fotos verschossen, bevor er wieder unter dem Riff verschwand. Bei diesen tiefer gelegenen Motiven kommt die Lunge dann zum Einsatz. Es ging jeden Tag besser. In diesen Situationen beneidet man die Perlentaucher. Auf einen Bleigürtel habe ich verzichtet. Meine Ausrüstung beschränkte sich auf Maske, Schnorchel, Flossen und Kamera. Im Medium Wasser wird die Hand automatisch ruhiger. Trotzdem sollte man mit beiden Händen das Gehäuse halten, um Verwacklungen zu vermeiden.

Bei fast allen Aufnahmen kam der Automatik-Modus zum Einsatz. Der Blitz wurde teilweise unter dem Riff automatisch dazugeschaltet. Vor dem Blitz gibt es eine matte Einsatzscheibe, die das Blitzlicht weicher streuen soll. Da ich wenig geblitzt habe, konnte ich die Unterschiede nicht feststellen. Das Gehäuse ist klein, sehr funktionell und angenehm zu handeln. Alle (!) Funktionen sind auch UNTERWASSER ausführbar und erleichterten mir sehr das Fotografieren. Man konnte beim Schnorcheln die Bilder anschauen, löschen und grob beurteilen. Der optische Zoom wurde sehr oft benutzt, da manche Fische scheuer waren als andere. Probleme gab es teilweise beim Betrachten des LCD-Bildschirms. Hier spielen Lichteinfall und Betrachtungswinkel eine große Rolle. Manchmal hilft ein einfaches "Handdrüberhalten", um einen besseren Eindruck zu haben.

Die beste Qualitätskontrolle erfolgte dann abends im Hotelzimmer. Das mitgelieferte Kabel von Canon, sowie ein SCART-Stecker mit CHINCH-Buchsen waren im Reisegepäck. Der SCART-Stecker erwies sich als überflüssig, da der TV im Hotelzimmer CHINCH-Buchsen als Input hatte. Also Chinch-Stecker von der IXUS in den TV und los geht die DIA-Show. Hier kommen dann die "Aahs!" und die "Löschen!". Kein Problem für die IXUS. Unschärfe, Misslungene und verwackelte Aufnahmen werden sofort gelöscht und der Speicherplatz für neue Aufnahmen wird frei. Somit optimiert sich die Auswahl der Fotos von allein. Nur das Beste wird mitgenommen - eine wunderbare Lösung und ein riesiger Vorteil der Digitalfotografie! Viele Aufnahmen kann man ja wiederholen. Manche leider nicht.

Nach jedem UNTERWASSER-Einsatz der Kamera muss das Gehäuse "entsalzt" werden. Ich habe es im Hotelzimmer im Waschbecken eingeweicht und unter dem Süsswasser schlummern lassen. Wenn man das vergisst, können die Salzkristalle Beschädigungen an den Dichtungen und Metallteilen verursachen. Weiterhin nie das Gehäuse mit Kamera in der Sonne brutzeln lassen. Immer schön in den Schatten unters Handtuch oder Ähnliches legen. Kamera und Gehäuse danken es.

Kapitel 2: Unterwasserbilder  

 

Überblick

Unterwasser-
bilder

Fazit

 

 

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